
Gestern war ich das erste Mal auf der Leipziger Buchmesse und habe den Krimi miterlebt um die Nominierten . Bei „Halbinsel“ handelt sich um die Geschichte einer Mutter und ihrer nach einem Zusammenbruch sich neu positionierende Tochter, das hat Konfliktpotential.

Mein erster Weg führte mich zu den für den Buchpreis nominierten . Cemile Sahin`s “ Kommando Ajax “ hatte ich schon gelesen und bei ihr bin ich ein Fan des Gesamtkonzeptes, ihr Vortrag stach gestern in dem Gewusel an Menschen , nicht weit weg das Musik Cafe , besonders hervor .
„Ein spektakulärer Kunstraub. Verschollene Gemälde. Eine kurdische Hochzeit. Ein Scharfschütze, der einen Schuss abfeuert. Eine Familie zwischen den Niederlanden und Kurdistan, für die nichts mehr ist, wie es war. Im Stil eines Actionfilms mit schnellen Cuts erzählt Cemile Sahin die Geschichte eines Verrats, von Liebe, Freundschaft und Leben im Exil, so auf der Höhe der Zeit, wie nur sie es kann.“ Quelle
Thomas Schindler vom Morgenmagazin hat „Wackelkontakt“ von Wolf Haas favorisiert, hier habe mich schon etwas eingelesen und auch hier gilt Unglücke passieren nicht absichtlich, manchmal aber zwangsläufig , wenn man wie „Escher“ einen Hang zu Schaltern hat.
Es war also gestern ein echter Krimi, wer den Preis gewinnen würde.
Außerdem nominiert (ich bin noch müde von gestern und staune, kann man sich in einem Wort dreimal verschreiben, auch das geht.)
Esther Dischereit: „Ein Haufen Dollarscheine“ (MaroVerlag)
Die Frau mit dem blumengemusterten Kleid erhebt sich endlich aus ihrem Bett. In der Hitze des Zimmers bleibt ihre Vergangenheit wie in Schwaden stehen: die Vergangenheit eines versteckten jüdischen Kindes. Aus der Perspektive ihrer jüngeren jüdisch-liberalen Schwester und deren jüdisch-orthodoxem Sohn wird ihre brüchige Biografie beleuchtet. Traurig, voller unbequemer Wahrheiten und oft auch komisch führt Ein Haufen Dollarscheine als multiperspektivisches Familienszenario nicht nur durch die Grauen des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart, sondern auch von Berlin nach Chicago, Heppenheim und Rom. Quelle und mehr

„Christian Kracht: „Air“ (Kiepenheuer&Witsch)
In der kleinen schottischen Stadt Stromness auf den Orkney Inseln lebt Paul, ein Schweizer Dekorateur und Inneneinrichter. Als er von einem Design-Magazin einen obskuren, aber lukrativen Auftrag aus Norwegen erhält, begibt er sich auf eine Reise, die ihn an die Grenzen seiner Welt und weit darüber hinaus führt. Christian Krachts Roman erzählt eine faszinierende Geschichte mit parallel laufenden Handlungssträngen, die uns aus unserem Jetzt in eine gleißende, verspiegelte Landschaft der Literatur katapultiert.“
Nicht zu vergessen es gab noch weitere Preisträger :
Irina Rastorgueva gewann den Preis der Leipziger Buchmesse für ihr Sachbuch : Pop-up-Propaganda

Den Preis für die Übersetzung gewann : Thomas Weiler für seine Übersetzung von Feuerdörfer aus dem Belarussischen von Ales Adamowitsch, Janka Bryl und Uladsimir Kalesnik.
Es gibt noch viel zu erzählen , später mehr!
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