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Mord im Namen der Ehre

Film, Kino | 20. September 2010 | 1

Bekommt der  Kinofilm  „Die Fremde“ einen Oscar?

Das Drama „Die Fremde“ von Feo Aladag vertritt Deutschland im Rennen um eine Oscarnominierung  für den besten nicht englischsprachigen Film.

Aus diesem Anlass, hier noch mal ein Beitrag zum Film:

Die Fremde

Das ist doch keine Schande………!
Möchte ich ihnen zurufen, tief in meinen Kinosessel gesunken , denn ich sehe einen Film nicht nur, ich bin mittendrin.
Natürlich wusste ich worauf ich mich einlasse, ein Bericht im Stadt-Anzeiger hatte mich auf die Preview “Die Fremde” von Feo Aldag aufmerksam gemacht, der sich mit dem Thema Ehrenmord befasst.

“Die Traditionen zu überdenken, in Hinblick auf eine sich wandelnde Zeit und seine Einstellung zur „Ehre“ zu ändern, ist einfach gesagt, wenn man sich einer mittelalterlich anmutenden Kultur nähert oder auch wenn ich an die Sturheit mancher Menschen unseres Kulturkreises denke und weiß wie sehr sich Menschen in Ideen verhaften können .
Insbesondere, wenn Liebe nur zählt, wenn sie sich innerhalb traditioneller Muster bewegt.

Als Umay mit ihrem Sohn Cem, vor ihrem prügelnden Mann aus einen Vorort bei Istanbul, zu ihren Eltern nach Berlin flüchtet, ist die Freude solange groß, bis sie wissen, dass sie traditionelle Pfade verlassen hat.

Der Vater möchte das sie die Angelegenheiten in Ordnung bringt und mit Cem wieder zurückkehrt.
Als sie ihn von den Schlägen erzählt meint er nur lapidar, auf Schläge würde auch wieder Zärtlichkeiten folgen und damit ist die Sache für ihn erledigt.

In Feo Aldag Film ist die Bedrohung allgegenwärtig, selbst in den kleinen glücklichen Sequenzen, steht sie vor der Tür.
Eigentlich haben sich alle sehr lieb, doch Ehre und Gesellschaft stehen über allem und die sieht ein selbstbestimmtes Leben für Frauen nicht vor .
Umay hat Schande über die Familie gebracht und die Familie verstößt sie, will ihr den Sohn entreißen und zum Vater bringen um wenigstens einen Teil dieser Ehre wiederherzustellen .

Umay will nicht ohne ihre Familie sein und versucht immer wieder Kontakt mit ihr aufzunehmen ,z.B. steht sie am Tag des Zuckerfestes mit einem Tablett Backlaba vor der Tür und wird vom Vater abgewiesen.
“Ach wäre sie doch ein Sohn”, seufzt er und man ahnt, dass er bei gleichen “Vergehen “,nicht verstoßen würde.

Für die Gesellschaft ist Umay eine Hure (die Tradition geht mit diesem Begriff großzügig um) und Umay kann sich bemühen wie sie will… “einmal Hure”, bedeutet, wie sie selbst feststellen muss ,“immer Hure”!
Das ist der Moment in der ich ihr zurufen möchte, ”Verlass die Stadt” !
Während ihr Vater in die Türkei fährt um sich Rat bei seinem Vater(?) zu holen.

Feo Aldag ist mit “die Fremde “ein beeindruckender Film gelungen ,der in seinem Finale, die ganze Sinnlosigkeit dieser alten “Tradition” aufzeigt
Wie sagte die mehrfach ausgezeichnete Hauptdarstellerin Sibel Kekilli, (Kekilli wurde u.a. für ihre Darstellung in „die Fremde“, beim Deutschen Filmpreis als beste Hauptdarstellerin geehrt.) die sich auch privat gegen den Ehrenmord einsetzt, so treffen:““Mord ist Mord und niemals ehrenhaft“ !

Diese Tradition, in der die Frau wenig Recht auf Selbstbestimmung hat, ist auch heute allgegenwärtig. z.B. würde eine türkische Kollegin, im mittleren Alter, gerne zum zweiten Mal heiraten.
Weil die Eltern dagegen sind , macht sie es nicht, sie würden sonst mit ihr brechen und so musste auch sie zwischen zwei Unglücken wählen-sie hat auf ihre Liebe verzichtet -!

der Trailer

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