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Pina, der Film vom Wim Wenders

Eine getanzte Hommage an die verstorbene Künstlerin Pina Bausch

Gestern war ich endlich in Pina, in der filmisch, in 3-D verwirklichten Hommage, an die verstorbene Künstlerin.

ein paar Fakten und Zahlen über Pina

der Trailer

Ich kam 15 Minuten zu spät, es ist ein Fluch, es ist gut möglich, dass es gar keine Werbung gab.

Wer zu spät kommt muss in der dritten Reihe sitzen und da war mir mit dem Kassengestell einer drei D- Brille ( wird es eine Zukunft geben in der Kinofans eine eigene 3 D Brille in der Tasche haben? )erst mal übel.

Ich dachte kurz darüber nach ob ich jetzt Plaque bekomme oder Pickel und wer die Brille, die mir weh tat, auf dem Nasenrücken , schon alles getragen hat….Ohrstöpsel wären sicher schlimmer;-)

Vorne auch der Bühne stand ein Mann mit nacktem Oberkörper, so plastisch, als könnte ich ihn zwicken. Das Kino war voll an diesem Dienstagabend, obwohl der Film Pina kein kommerzieller Film ist, an sich.

Der Film Pina zeigt tänzerisch, gelebte Gefühle und kommt nicht so wie im Trailer immer (fast) nur rhythmisch daher, sondern manchmal auch duster, schwermütig, kraftvoll, bizarr, verstörend, leidenschaftlich, leicht ………er zeigt die ganze Bandbreite von getanzten Gefühlen.

Tanzen bei Pina, muss für die internationalen Tänzer etwas Besonderes gewesen sein (ich werde mir in Hinblick darauf,hier geht es ganz anders zu, the black swan auf jeden Fall noch ansehen).

Sie waren eine große Familie, die Stücke nie fertig und manchmal erwischte sie ein kleiner Satz von Pina….z.b. Eine schüchterne,asiatische Tänzerin,die sich hinter anderen Tänzern bei der Manöverkritik immer zu verstecken pflegte, wurde eines Tages von Pina traurig gefragt, „warum hast du solche Angst vor mir“? Nach diesem Satz verlor sie ihre Scheu und wenn man sie tanzen sieht, dann weiß man , sie braucht sich nicht zu verstecken.

So war das mit Pina, die Künstler (Tänzer und Tänzerinnen ) liebten sie, und hin und wieder kam dann, manchmal nach 22 Jahren ein Satz, der sie erleuchtete.

Diese intensive Körperarbeit in Verbindung mit Improvisation, hatte immer auch etwas therapeutisches.

Über den Film:

Der Film wurde mit unterschiedlichen Elementen (Wasser,Erde…) Stilmitteln(z.B. Stühle in dem Stück Cafe Müller) und an unterschiedlichen Schauplätzen…über und unter der Erde(Zeche) gedreht.

So z.B. In der Schwebebahn, im Tagebau, auf der Straße, vor beeindruckender Kulisse gedreht.

Oft kämpfen die Tänzer gegen Widerstände an, am Seil fest gebunden, müssen andere Hindernisse überwinden, wie im wirklichen Leben, wird das im Film visualisiert.

Die Tänzer und Tänzerinnen

Das Besondere,  sie sind zum Teil mit Pina alt geworden, neue sind dazu gekommen, teilweise Kinder der “Tänzer”, sie sind international und von unterschiedlicher Physis.

Drei D..

Ich weiß nicht ob ich das immer brauche, oft waren Seile, Äste, Blätter zum Greifen nah.

Im Film gab es zeitweise eine letzte Publikumsreihe und ich war ein Teil von ihr..konnte Raum, Zeit und Wirklichkeit für Augenblicke vergessen.

Wie sagte Pina “Tanzt, tanzt,  sonst sind wir für verloren……………..

2 comments to Pina, der Film vom Wim Wenders

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