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#SommerKöln – Sommerfilmnacht „Das Eigene und das Fremde“

Ein Kurzfilmprogramm der SK Stiftung Kultur im Rahmen von „Sommer Köln“

Freitag, 22. und Samstag, 23. Juli 2016, jeweils um 21.30 Uhr

Ort: Fort X, Neusser Wall 33, 50670 Köln – Open Air & Eintritt frei!

 

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Zukar – Firas entdeckt die Deutschen Foto: Juuso Santala, 2016

„Die Sommerfilmnächte im Rahmen von „Sommer Köln“ sind zurück! Wie gewohnt zeigen wir ein unterhaltsames, genre- und gattungsübergreifendes Programm mit künstlerischen Kurzfilmen, Werbeclips und Musikvideos – diesmal zum aktuellen Thema Das Eigene und das Fremde:
Zwischen Willkommenskultur und Grenzschließungen wird mitunter heftig darüber diskutiert, wie wir mit „dem Fremden“ umgehen sollen. Dabei spielt immer auch eine Rolle, wie wir uns selbst definieren und positionieren. Das Fremde lässt sich nur in Abgrenzung zu und in Wechselwirkung mit seinem Gegensatz, dem Eigenen bestimmen.

Das Programm legt den Fokus nicht allein auf das Thema Migration und die derzeitige politische Lage, sondern bezieht Aspekte von Identität, persönlicher Entwicklung, sozialem Status, Geschlechterzuschreibungen, Intimität oder des Dialogs der Generationen mit ein.

Was empfinden wir als fremd, was ist uns eigen, wie verhält sich beides zueinander und wo liegen die Grenzen? Wo findet sich das Eigene im Fremden? Die Filme widmen sich aktuellen, wie universellen Fragen und geben unterhaltsame Antworten.

Dabei halten wir uns an Karl Valentin, der in Die Fremden (1940) treffend formulierte: „Fremd ist der Fremde nur in der Fremde“. Denn das Fremde wird nur in der Abgrenzung zu seinem Gegensatz, dem Eigenen wahrgenommen.

Programmzusammenstellung: Dominik Bühler & Birgit Hauska

Die Filme des Programms (alphabetische Sortierung, Stand: 14. Juli 2016)

AlieNation (Regie: Laura Lehmus, Deutschland 2014, 6 Min.)
Interviews mit Jugendlichen dienen als Basis für wunderbare Animationen ihrer innerlichen und äußerlichen Befindlichkeiten. Eine rasend komische und dennoch einfühlsame Beobachtung der pubertären Alltagswelt und individueller Eigenheiten.

Along the G-Line (Regie: Marianna Cristofides, Deutschland 2010, 2 Min.)
Ein Junge schlägt Radwenden entlang der Green Line, der Grenzlinie durch Zyperns Hauptstadt Nikosia, bis einem schwindelig wird. Der wortlose Kunstfilm erinnert mit seiner bemerkenswerten Tonspur an ein Musikvideo und ist ein wunderbares Zusammenspiel von Bild und Ton.

Armut kennt viele Geschichten (Regie: Isabel Prahl, Deutschland 2009, 1 Min.)
Kindliche Phantasie vermag es, sich zeitweise über Realitäten hinwegzusetzen. Doch schönreden lässt es sich nicht. Was wir besitzen und was wir uns leisten können, bestimmt, wer wir sind.

Clumsy Little Acts Of Tenderness (Regie: Miia Tervo, Finnland 2015, 8 Min.)
Unbeholfene kleine Gesten der Zärtlichkeit bis zur Peinlichkeit kennzeichnen die hier erzählte Tochter-Vater-Beziehung. Der Kurzfilm über den Umgang mit dem anderen Geschlecht und der anderen Generation in der eigenen Familie überzeugt dank Überzeichnung, Humor und Charme.

First Kiss (Regie: Tatia Pilieva, USA 2014, 3 Min.) – angefragt
Eine simple Konstellation: 20 einander fremde Menschen wurden gefragt, sich zu küssen und wir sehen das Resultat. Als Werbung für eine Modemarke produziert und verbreitet, wurde das Video zum weltweiten viralen Hit. Doch auch wenn die Küssenden zum Teil Schauspieler*innen oder Models sind und die Authentizität der Begegnungen fraglich ist, bleibt das Ganze ein gelungener Film über Intimität.

Gregors größte Erfindung (Regie: Johannes Kiefer, Deutschland 2001, 11 Min.)
Das Eigene und das Fremde liegen manchmal ganz nah beieinander. Zum Eigenen gehört auch, sich gegen den gesellschaftlichen Mainstream durchzusetzen und abzugrenzen, auch wenn der Ratschlag und Druck von guten Freundinnen kommt…

Hiyab – Das Kopftuch (Regie: Xavi Sala, Spanien 2005, 8 Min.)
Zur „Kopftuchdebatte“ scheint jeder eine Meinung zu haben. Dabei offenbart sich nicht selten eine Doppelmoral, die den einzelnen Menschen außer Acht lässt. Der Kurzfilm hinterfagt die Einschränkung von freier Individualität unter dem Denkmantel der Feiheit und ist ein beißendes Plädoyer für Offenheit.

Ich hab die Schnauze voll von Rosa (Suli Puschban) (Regie: Sarah Clara Weber & Mathieu Seiler, Deutschland 2014, 3 Min.)
Suli Puschban wehrt sich mit ihrem Lied gegen altbackene Geschlechterzuschreibungen und fordert dazu auf, eigene Identitäten zu entwickeln. Im dazugehörigen Video skandieren Kinder ihre Zeilen und machen fröhlich was sie wollen.

Krokodile ohne Sattel (Regie: Britta Wandaogo, Deutschland 2012, 15 Min.)
Von der frühen Kindheit bis zur Pubertät und doch ohne einer Chronologie zu folgen, begleitet die intime Kamera von Britta Wandaogo ihre Tochter Kaddi beim Entwickeln ihrer Identität. „Ich bin Deutsche. […] Ich komme aus Afrika. Ich bin Afrikanerin.“ sagt Kaddi in diesem sehr persönlichen dokumentarischen Film-Essay. Sie hat das große Glück, sie selbst zu sein – ein ganz eigener Mensch, der mit seiner Fremdheit oder Andersartigkeit verzaubert.

Look Beyond Borders (Regie: Bartosz Dombrowski, Polen / Deutschland 2016, 5 Min.)
Die Augen sind der Spiegel der Seele. Amnesty International greift diese Weisheit in einem sozialen Experiment auf und lässt Fremde einander vier Minuten lang in die Augen schauen. Eine berührende Werbung für Offenheit gegenüber „Fremden“.

Mail from Heidegger (Get Well Soon) (Regie: Sebastian Teitge & Philipp Käßbohrer, Deutschland 2014, 4 Min.)
Wir werden in die Welt geworfen und was uns eigen ist, ist anderen mitunter fremd. Das Musikvideo beobachtet zärtlich die Arbeit eines Menschen an sich selbst, um sich zu zeigen, wie er ist oder wie er sein möchte.

New Friends (Regie: David Shrigley, Großbritannien 2006, 1 Min.)
Der britische Künstler David Shrigley steht für Ironie, vorgebliche Naivität, die an Kinderzeichnungen und Cartoons erinnert, gepaart mit einer verblüffenden Stringenz, Dinge auf den Punkt zu bringen. Wir präsentieren einen kurzen Film, bei dem einem das Lachen im Halse stecken bleibt…

SOS (Portishead) ( Großbritannien 2016, 3 Min.) – angefragt
Portishead adaptieren SOS von ABBA und geben dem Lied die Tiefe, die es verdient. Mit dem hochkonzentrierten Video transformieren sie es in einen unmissverständlichen Kommentar zum aktuellen politischen Klima.

Was ist normal? (Regie: Tessa Knapp, Musik: Kurt Fuhrmann, Deutschland 2015 9 Min.)
Schülerinnen und Schüler aus Köln-Kalk fragen, berichten und singen über ihre jeweiligen Heimatländer und das neue Zuhause Deutschland. Der Film ist das Ergebnis eines pädagogischen Projektes der Kölner Medienkünstlerin Tessa Knapp und des Musikers Kurt Fuhrmann und hat in der Sommerfilmnacht seine öffentliche Premiere.

Wer sind diese Deutschen? – Zukar 01 (Regie: Firas Alshater & Jan Heilig, Deutschland 2016, 3 Min.)
Der 25jährige, syrische Geflüchtete Firas Alshater zeigt sein erstes Zuckerstückchen Er hat mit „Zukar“ einen YouTube-Kanal mit einer einzigartigen Position in der Flüchtlingsdebatte. Das Video hatte im Juli 2016 bereits mehr als 720.000 Aufrufe. Lustig, tiefgründig, aktuell oder um es mit Firas` Worten zu sagen: Statt Hass gebe ich Euch ZUKAR!“ Ankündigung Text Pressetext

Davor findet der singende Biergarten statt! Programm

DSC_9639Biergarten

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